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Bertelsmann Stiftung: Familien in Deutschland sind laut Studie ärmer als gedacht

Denn die basiert auf einer willkürlich gewählten Skala. Beitrag des eigenen Landes.

Was beschreibt der Verbraucherpreisindex?

Die heilende Kraft des Wassers

Diese Skaleneffekte werden durch eine Gewichtung abgebildet. Eine alleinstehende Person hat dabei das Gewicht 1, jede weitere Person über 14 Jahren aber das Gewicht 0,5, kleinere Kinder 0,3. Im Falle einer alleinerziehenden Mutter eines Kindergartenkinds mit monatlichen Einkünften von Euro wird das Einkommen also nicht durch 2 geteilt, sondern durch 1,3. Das Äquivalenzeinkommen des Haushalts beträgt demnach Euro.

Ihre Verwendung ist nicht vorgeschrieben, hat sich international allerdings eingebürgert. Genau dort setzen die Autoren der Bertelsmann-Studie an. Die Wissenschaftler argumentieren hingegen, dass für einen ärmeren Haushalt die finanzielle Belastung durch eine zusätzliche Person im Haushalt ungleich höher sei, als für eine Familie mit hohem Einkommen. Während eine alleinerziehende Mutter in bescheidenen Verhältnissen für ihr Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit ein zusätzliches Zimmer benötigt, muss ein Paar mit Euro Monatseinkommen nicht zwangsläufig nach der Geburt eines Kindes umziehen, wenn es bereits eine 4-Zimmer-Wohnung bewohnt.

Sie haben sich bemüht, die tatsächlichen Mehrausgaben zu schätzen, die Haushalte mit geringen und höheren Einkommen zu stemmen haben. Die Teilnehmer dieser Befragung müssen dabei über mehrere Monate auch alle Einnahmen und Ausgaben in einem Haushaltsbuch vermerken.

Das Kind einer Alleinerziehenden mit Euro Einkommen geht nicht mit den Wert 0,3 in die Berechnung ein, sondern mit 0,5. Das Ergebnis ist eine deutlich höhere Armutsrisikoquote, vor allem für Haushalte mit Kindern. Eine weitere Erkenntnis der Daten: Der Anteil der Haushalte mit Kindern an der Gesamtbevölkerung schrumpft deutlich.

Die Bertelsmann-Stiftung macht sich seit Langem für eine radikale Neuausrichtung der Familienförderung in Deutschland stark. Vor allem das Kindergeld und seine Erhöhung in den vergangenen Jahren habe nicht dazu geführt, die Lage einkommensschwacher Familien zu verbessern. Stiftungsvorstand Jörg Dräger plädiert deshalb für die Einführung eines neuen "Teilhabegelds".

Es sollte sowohl das Kindergeld als auch die bisherigen Leistungen der Sozialhilfe für Kinder ersetzen und gezielt arme Kinder und Jugendliche erreichen. Anders als das bisherige Kindergeld soll es allerdings nicht mehr unabhängig vom Einkommen an alle Eltern gezahlt werden, sondern nur solchen mit geringem Verdienst.

Mit zunehmendem Einkommen soll es "abgeschmolzen" werden. Darüber gibt es bislang noch keine Erkenntnisse. Eine Simulation, wie sich der Ersatz des Kindergelds auf die berechneten Armutsrisikoquoten von Familien auswirken würde, haben die Verfasser der Studie nicht durchgeführt.

Die Bertelsmann-Stiftung hat allerdings angekündigt, solche Berechnungen in diesem Jahr anzugehen. Familien in Deutschland sind laut Studie ärmer als gedacht. Kritik an Bundesregierung "Arme Familien wurden reicher gerechnet, als sie sind" Die Bertelsmann-Stiftung stellt die bisherige Armutsberechnung in Deutschland infrage.

Diskussion über diesen Artikel. Alle Kommentare öffnen Seite 1. Ich bin seit kurzem Familienvater. Und ja, ein zweites Kind würde finanziell für Schwierigkeiten sorgen obwohl beide im Haushalt [ Und ja, ein zweites Kind würde finanziell für Schwierigkeiten sorgen obwohl beide im Haushalt arbeiten und nicht sehr schlecht verdienen. Ich kann mir nicht vorstellen wie es für Familien mit noch geringerem Einkommen sein mag. Uns persönlich würden 2 Dinge sehr entlasten!

Ich bezahle um die Euro für die Kinderbetreuung im Monat. Unser Kindergeld verpufft mit den Kitagebühren und auch sonst hilft es Familien kaum. Mit zwei Kindern würde bei uns das Cent umdrehen beginnen. Traurig bei zwei berufstätigen! Er dient insbesondere der Europäischen Zentralbank zur Beurteilung der Inflation. Bei der Berechnung des Verbraucherpreisindex geht man von einem "Warenkorb" aus, der sämtliche von privaten Haushalten in Deutschland gekaufte Waren und Dienstleistungen repräsentiert.

Der Warenkorb lässt sich auf zwei Ebenen betrachten. Diese konkreten Einzelprodukte stellen die untere Ebene des Warenkorbes dar. Auf dieser Ebene der einzelnen Preisrepräsentanten wird der Warenkorb ständig angepasst, da wegfallende oder an Marktbedeutung verlierende Güter ersetzt oder neue Gütervarianten aufgenommen werden.

Die Auswahl von Produkten erfolgt in Form von repräsentativen Stichproben. Hierfür wird zunächst das gesamte Bundesgebiet in 94 Regionen aufgeteilt. Im Anschluss werden in jeder dieser Regionen in der Regel repräsentative Städte und Gemeinden, dort dann repräsentative Geschäfte und darin die am häufigsten verkauften Produkte ausgewählt. Die Zahl der ausgewählten Produkte orientiert sich tendenziell am Anteil der Ausgaben für eine Güterart an den gesamten Ausgaben für den privaten Konsum.

Auch für weniger bedeutende Bereiche müssen Produkte aufgenommen werden, um die gesamte Bandbreite des privaten Konsums abzudecken. Für die Messung der Preisentwicklung der einzelnen Güter des Warenkorbes werden monatlich mehr als Diese bisher übliche Preiserhebung umfasst einerseits die dezentrale Preiserhebung durch Preiserheberinnen und Preiserheber in Geschäften in ganz Deutschland und andererseits die zentrale Preiserhebung, welche hauptsächlich als Erhebung im Internet erfolgt.

Die ergänzende Nutzung digitaler Datenquellen ermöglicht es den Statistischen Ämtern, die Zahl der monatlichen Preisbeobachtungen deutlich zu erhöhen. So werden zum Beispiel für Güterbereiche mit besonders komplexer Preisgestaltung — wie Pauschalreisen oder Beiträge zu Kfz-Versicherungen — zusätzliche Datenquellen mit hoher Beobachtungszahl genutzt. Darüber hinaus kommen moderne Erhebungsmethoden wie Web Scraping zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein automatisiertes Auslesen von Internetdaten.

Für den Onlinehandel und für ausgewählte Dienstleistungen — wie zum Beispiel für Mietwagennutzung oder Reisen per Fernbus — wird die Zahl der monatlichen Preisbeobachtungen angesichts dynamischer Preisänderungen mit Hilfe derartiger Verfahren deutlich ausgeweitet. Ein einmal für die Preisbeobachtung ausgewählter Artikel wird dann gegen einen anderen ausgetauscht, wenn er nicht mehr oder nur noch wenig verkauft wird. Beim Preisvergleich werden auch Mengenänderungen eingerechnet.

Weiterhin werden Qualitätsänderungen berücksichtigt — zum Beispiel bei Gütern mit technischem Fortschritt. Qualitätsbereinigungen sind bei der Berechnung von Preisindizes zwingend notwendig. Modellwechsel können ebenso wie Änderungen von Vertragskonditionen mit Qualitätsänderungen einhergehen, die sich zwar im Preis niederschlagen können, aber nicht vollständig den Preisunterschied zwischen altem und neuem Produkt bedingen müssen.

In diesen Fällen wird der durch die Qualitätsunterschiede hervorgerufene Preisunterschied quantifiziert und bei der Indexermittlung herausgerechnet. Ohne eine solche Qualitätsbereinigung würden sich Verbesserungen oder Verschlechterungen der Güterqualität in den Preisindizes voll niederschlagen.

Damit wäre eine sinnvolle Interpretation der gemessenen Preisentwicklung erschwert. Zur Berechnung des Verbraucherpreisindex für Deutschland werden die Güter des Warenkorbs zunächst in rund Güterarten eingeteilt obere Warenkorbebene. Die durchschnittliche Preisentwicklung gegenüber dem Basisjahr für eine Güterart wird dann jeweils mit dem Ausgabenanteil gewichtet, welchen die privaten Haushalte in Deutschland für diese Güterart ausgeben.

Mehr oder weniger die Hälfte gehört dazu

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