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5 Schwächen von Narzissten, die Sie kennen sollten

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Rechtschreibung

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Was halten Sie von den IN-Destinationen. Appartements Skihütten, Gruppenhäuser, Ferienhäuser, Chalets Nicht immer ist die organisierte Skipauschalreise gefragt.

Sie finden bei uns Handballcamps z. Die Äuglein unter den blonden Wimpern schauen, ohne zu sehen. Die durchsichtigen Öhrchen gleichen zwei rosafarbenen Müschelchen. Und die Händchen, was sind das für winzige Dinge, die sich in die Luft heben und dann nach dem kleinen Mund greifen! Geschlossen, wie sie jetzt sind, gleichen sie zwei Knospen, die das Grün des Kelches abgestreift haben und am Aufbrechen sind. Die kleinen Händchen aus rosaschimmerndem Alabaster, mit fünf bleichen Granatplättchen als Fingernägel.

Und sieh, nun ist sie wieder in den Windeln und auf den Armen des irdischen Vaters, dem sie ähnelt. Vorerst ist sie nur der Entwurf eines Menschenkindes. Von der Mutter hat sie nichts. Maria besitzt nicht die imponierende Gestalt Annas, dieser hohen, geschmeidigen Palme, wohl aber die Anmut des Vaters.

Die Frauen sprechen noch vom Gewitter und von dem Wunder des Mondes, des Sternes, des ungeheuren Regenbogens, während sie mit Joachim hineingehen zur glücklichen Mutter und ihr das Kindlein wiederbringen. Anna lächelt in Gedanken und spricht: Ihr Zeichen ist am Himmel erschienen. Maria, der Regenbogen des Friedens! Maria, mein Stern, Maria, strahlender Mond! Sie gehörte ihm, schon bevor sie lebte. Jetzt gehöre deiner Mutter. Ich habe ein brennendes Verlangen, dich mit mir in das paradiesische Blau der Betrachtung der Jungfräulichkeit Marias zu führen.

Du wirst daraus hervorgehen mit frischer Seele, als wärest du soeben vom Vater erschaffen worden; eine kleine Eva, die das Fleisch noch nicht kennt. Du wirst daraus hervorgehen mit einem Geist voller Licht und betrachtend dich versenken in das Meisterwerk Gottes. Komm und lies ihre Herrlichkeiten im Buch des Vorfahren!

Von Ewigkeit her bin ich gebildet, von Anbeginn, vor dem Ursprung der Welt. Noch ehe die Meere waren, ward ich geboren, noch vor den Quellen, reich an Wasser. Bevor die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln ward ich geboren, ehe er die Erde gemacht und die Fluren und die ersten Schollen des Erdreichs. Maria haben, um von ihr geliebt zu werden! Oh, es lohnte sich, den Menschen zu erschaffen, ihn leben zu lassen und ihm zu verzeihen, um die schöne Jungfrau, die heilige Jungfrau, die unbefleckte Jungfrau, die von der Liebe erfüllte Jungfrau, die geliebte Tochter, die reinste Mutter, die zärtliche Braut zu besitzen!

So viel hat Gott und noch viel mehr hätte er euch gegeben, nur um das Geschöpf seines Entzückens, die Sonne seiner Sonne, die Blume seines Gartens zu besitzen. Gott wollte dem Universum, das er aus dem Nichts erschaffen hatte, einen König geben; einen König, der das obersteWesen sein sollte unter allen aus der Materie erschaffenen und selbst materiellen Wesen; einen König, der etwas weniger als göttlich sein sollte in seiner geistigen Natur, vereinigt in seiner Unschuld mit der Gnade wie am ersten Tag.

Warum hat er ihn dennoch erschaffen? Hättet ihr es vorgezogen, nicht zu sein? Für wen hätte er die Sterne und Planeten erschaffen, die wie Blitze und Pfeile vorüberzucken und das Gewölbe des Firmaments durchfurchen; die langsam zu sein scheinen und doch schneller als die schnellsten Geschosse ihre Bahnen ziehen; die euch Licht und die Jahreszeiten schenken; die euch beständig, unveränderlich und doch stets ihre Lage verändernd, neue Seiten im Himmelsblau zu lesen geben, jeden Abend, jeden Monat, jedes Jahr?

Als wollten sie euch sagen: Erhebt euch wenigstens mit dem Blick in die unbegrenzte Freiheit der Firmamente! Schafft euch einen Vorrat an Licht, um eure Finsternis zu erhellen! Lest das Wort, das wir beim Gesang unseres Sternenchors ins Firmament schreiben! Es ist harmonischer als jedes Orgelstück in den Kathedralen: Das Meer wurde für euch erschaffen, ebenso wie der Himmel und die Sterne.

Und mit dem Meer die Seen, die Flüsse, die Teiche, die Bäche und die reinen Quellen, die alle dazu dienen, euch zu tragen, euch zu nähren, euren Durst zu stillen und euch zu reinigen. Sie dienen euch, indem sie dem Schöpfer dienen, ohne über die Ufer zu treten und euch zu überfluten, wie ihr es verdientet. Für wen sonst hätte er die unzähligen Familien der Tiere geschaffen, die wie singende Blumen fliegen Vögel , die als eure Knechte laufen, arbeiten, euch nähren und euch erfreuen: Zu seiner Freude benötigte Gott sie nicht; er hat keine Bedürfnisse.

Er genügt sich selbst. Er braucht sich nur zu betrachten, um sich zu ergötzen und zu ernähren, um zu leben und zu ruhen. Die ganze Schöpfung hat die Unendlichkeit seiner Freude, seiner Schönheit, seines Lebens und seiner Macht nicht im geringsten erhöht. Vielmehr hat er alles für sein Geschöpf gemacht, das er zum König über das von ihm geschaffene Werk setzen wollte: Er behandelt euch, als ob ihr gute Menschen und gute Söhne wäret, denen alles gezeigt und zugestanden wird, um ihr Leben angenehmer und gesünder zu gestalten.

Was ihr entdeckt, entdeckt ihr auf einen Hinweis Gottes, soweit es gut ist. Da aber die ewige Güte Gottes ohne Grenzen ist, dachte Gott, noch bevor die Sünde begangen wurde, an ein Mittel, um die Schuld wiedergutzumachen.

Das Mittel bin Ich, das Wort. Das Werkzeug, um aus dem Mittel ein wirksames Instrument zu machen, war Maria. Die Jungfrau wurde im erhabenen Gedanken Gottes geschaffen. Alle Dinge sind geschaffen worden für mich, den geliebten Sohn des Vaters.

Aber ich sollte auch Fleisch sein, nicht nur Geist: Fleisch, um das Fleisch zu erlösen; Fleisch, um das Fleisch zu veredeln; um es in den Himmel zu tragen, viele Jahrhunderte vor der Zeit. Das vom Geist bewohnte Fleisch ist das Meisterwerk Gottes, und für dieses ist der Himmel erschaffen worden.

Um Fleisch zu werden, bedurfte ich einer Mutter. Und sieh da, Gott schuf sich eine Braut und sagte zu ihr: An meiner Seite wirst du sehen, was ich für unseren Sohn tue. Schau und juble, ewige Jungfrau, ewige Tochter. Ich schaue auf dich. Ich sehe dich schon, wie du sein wirst, o unbefleckte Frau, die du jetzt nur Geist bist: Gedanke, an dem ich mein Wohlgefallen finde.

Und indem ich deine künftigen Gedanken lese und das Klopfen deines Herzens höre, habe ich ein Leitmotiv für meine Schöpfung. Komm, meine Freude, bewohne die Welten zum Zeitvertreib, solange du noch tanzendes Licht meines Gedankens bist. Die Welten sind da für dein Lachen. Bewohne die Kränze der Sterne und die Ketten der Gestirne. Für dich sind die Sterne und Planeten erschaffen worden.

Komm und schau, wie ich die Lämmer bilde, die Adler und die Tauben! Sei mir nahe, während ich die Schalen der Meere und die Betten der Flüsse erschaffe, die Berge erhebe und sie bemale mit Schnee und Wäldern; während ich das Getreide säe und die Bäume und den Weinstock bilde: Eile, fliege, juble, meine Schöne, und lehre die ganze Welt, die von Stunde zu Stunde erschaffen wird, mich zu lieben, du Liebevolle; die Welt soll schöner werden durch dein Lächeln, o Mutter meines Sohnes, du Königin meines Paradieses, du Liebe deines Gottes!

Und ihr denkt ohne Erfolg darüber nach, was wohl mit dem Menschengeschlecht geschehen wäre, wenn der Mensch nicht die Lehren Satans angenommen hätte. Schaut auf die Frucht- und Samenpflanzen! Von der männlichen Blüte geht der Blütenstaub aus und geführt von einem Komplex meteoritischer und magnetischer Gesetze gelangt er zum Fruchtknoten der weiblichen Blüte. Dieser öffnet sich, nimmt ihn auf und bringt Frucht.

Die weibliche Blüte beschmutzt sich nicht und weist ihn nicht ab, wie ihr es nur tut, um tags darauf wiederum dasselbe Lustgefühl kosten zu können. Sie trägt Frucht; und bis zum nächsten Jahr bringt sie keine Blüte hervor, und wenn sie dann blüht, ist es wieder, um Frucht zu tragen. Betrachtet die Tiere, alle!

Habt ihr je ein männliches Tier gesehen, das sich zum weiblichen begibt steriler Umarmung wegen und zu lasterhaftem Verkehr? Von nah und fern, fliegend und kriechend, springend und laufend, gehen sie, wenn es Zeit ist, zum Befruchtungsritus und entziehen sich ihm nicht, indem sie nur die Befriedigung ihrer Lust suchen; sie übernehmen ohne weiteres die ernste und heilige Verantwortung für die Nachkommenschaft.

Ihr handelt nicht wie die Pflanzen und die Tiere. Ihr habt Satan zum Lehrmeister gehabt. Ihr habt ihn zum Lehrmeister gewollt und wollt ihn immer noch. Und die Werke, die ihr vollführt, sind des Meisters würdig, den ihr gewollt habt. Aber wenn ihr Gott treu geblieben wäret, hättet ihr den Kindersegen in heiligerWeise erlebt, ohne Schmerzen und ohne euch in unanständigen, unwürdigen Vereinigungen zu entkräften, die selbst den Tieren unbekannt sind; den Tieren ohne vernünftige und geistige Seele.

Dem von Satan verdorbenen Paar wollte Gott den Menschen gegenüberstellen, geboren von einer von Gott über alles erhobenen Frau. Sie gebar, ohne einen Mann gekannt zu haben: Dieses Kind hat dich besiegt! Noch bevor du zum Rebellen wurdest, zum Schleicher, zum Verderber, warst du schon besiegt, und sie ist deine Besiegerin! Tausend zur Schlacht gerüstete Heere vermögen nichts gegen deine Macht. Die Waffen der Menschen vermögen nichts gegen deinen Panzer, o ewiger Verführer, und es gibt keinen Wind, der den Gestank deines Atems wegwehen könnte.

Ihr Klagen schlägt dich in die Flucht, dich, der du die Heere nicht fürchtest, und ihr Atem reinigt die Welt von deinem Gestank. Nun aber hast du sie vergebens verdorben, sie, die unschuldig erschaffen worden sind. Du hast sie verführt zur Vereinigung und Empfängnis auf den Irrwegen der Fleischeslust; du hast Gott daran gehindert, seinem geliebten Geschöpf der Spender von Kindern zu sein nach Regeln, die, wenn sie beachtet worden wären, auf Erden ein Gleichgewicht erhalten hätten unter den Geschlechtern und den Rassen, wodurch Kriege unter den Völkern und Zwietracht in den Familien vermieden worden wären.

Wenn sie gehorcht hätten, hätten sie die Liebe kennengelernt. Eure Liebe, o Menschen, was ist sie jetzt? Entweder Sinnenlust, bemäntelt mit Liebe, oder unheilbare Furcht, die Liebe des Gatten zu verlieren durch eigene oder anderer Menschen Unzucht. Seit die Sinnenlust in der Welt herrscht, seid ihr nie sicher, das Herz des Gemahls oder der Gemahlin zu besitzen.

Ihr zittert, weint und werdet wahnsinnig vor Eifersucht; manchmal Mörder, um einen Verrat zu rächen; verzweifelt bisweilen, werdet willenlos in gewissen Fällen und wahnsinnig in anderen. Das hast du, Satan, den Kindern Gottes angetan. Die, welche du ins Verderben gestürzt hast, hätten die Freude erlebt, Kinder ohne Schmerzen zu gebären, und die Freude, geboren zu werden ohne die Angst, sterben zu müssen.

Jetzt bist du, Satan, durch eine Frau und in einer Frau besiegt. Von nun an wird jeder, der Sie liebt, zu Gott zurückfinden; er wird jeder deiner Versuchungen widerstehen und die volle Reinheit bewahren können. Von jetzt an werden die Mütter, die nicht ohne Schmerzen gebären können, Sie zur Helferin haben. Sie ist aber auch die Fürbitterin beim Gericht Gottes. Und so, wie der unbefleckten Mutter Gottes die himmlischen Gaben vorbehalten waren, so wären allen, wenn sie wie die ersten Kinder Gottes unschuldig geblieben wären, Geburtswehen und Todesangst erspart geblieben.

Die Jungfräulichkeit der Jungfrau! Komm und erwäge diese tiefe Jungfräulichkeit, bei deren Betrachtung sich schwindelerregende Abgründe eröffnen!

Was ist die arme, erzwungene Jungfräulichkeit einer Frau, die von keinem Mann begehrt wurde? Was ist die Jungfräulichkeit einer Frau, die um Gottes Willen ehelos bleibt, dies aber nur dem Leib und nicht dem Geist nach? Das ist nur ein Larvenstadium der Jungfräulichkeit. Was ist die Jungfräulichkeit einer Gottgeweihten, die nur für Gott lebt?

Viel, doch ist sie nie so vollkommen wie die meiner Mutter! Eine Bindung ist immer vorhanden gewesen, selbst beim Heiligsten: Sie löst sie; doch wie eine Frau, die durch den Tod von ihrem Mann getrennt wird, nicht die ganze Jungfräulichkeit wiederfindet, so gibt die Taufe nicht diese vollkommene Jungfräulichkeit zurück, die unseren Stammeltern vor der Sünde zu eigen war. Eine Narbe bleibt und schmerzt und bringt das Frühere in Erinnerung, und die einstige Wunde ist stets bereit, wieder aufzubrechen, wie gewisse Krankheiten periodisch durch ihre Viren neu entfacht werden.

Ihre Seele erscheint schön und unberührt wie damals, als der Vater sie erdachte und in ihr alle Gnaden vereinigte. Sie ist die Jungfrau. Sie ist die Einzige. Sie ist die Vollkommene. Sie ist, wie sie erdacht wurde. So wurde sie geboren. So ist sie geblieben. So wurde sie gekrönt. So ist sie in Ewigkeit. Sie ist ein Abgrund der Unberührtheit, der Reinheit, der Gnade, der sich verliert im Abgrund, aus dem sie stammt: Unberührtheit, Reinheit, vollkommenste Gnade.

Sieh, so rächt sich Gott, der Dreieinige. Gegen alle entheiligten Geschöpfe erhebt er diesen Stern der Vollkommenheit. Gegen die ungesunde Neugierde erhebt er diese heilige Scheu, die allein in der Liebe Gottes Befriedigung findet.

Dem Wissen um das Böse stellt er diese erhabene Unwissende gegenüber. In ihr ist nicht nur Unkenntnis der niedrigen Liebe, nicht nur Unkenntnis der Liebe, die Gott den verehelichten Menschen gab, sondern noch mehr.

In ihr ist Unkenntnis der bösen Neigungen, die Erbschaft der Sünde sind. Ein Feuer, welches das Fleisch mit Eis panzert, damit es der durchsichtige Spiegel sei am Altar, wo Gott sich mit einer Jungfrau vermählt und sich dennoch nicht erniedrigt; denn seine Vollkommenheit umarmt jene, die, wie es einer Braut geziemt, nur in einem Punkt niedriger ist als der Bräutigam: Sie ist Ihm unterworfen als Frau, aber ohne Makel wie Er. Sie kommen aus einem Haus in Jerusalem, das sicher Freunden oder Verwandten gehört, und begeben sich zum Tempel, um an der Zeremonie der Reinigung teilzunehmen.

Anna hat in ihren Armen das Kindlein, ganz in Windeln gewickelt. Und mit welcher Sorge und Liebe sie ihr Kindlein überwacht!

Von Zeit zu Zeit hebt sie den Saum des feinen und warmen Gewebes hoch, um zu schauen, ob Maria gut atmen kann, und rückt ihn dann wieder zurecht, um sie vor der eisigen Luft eines zwar heiteren, aber kalten Wintertages zu schützen.

Elisabet hat ein Bündel in den Händen. Es ist ein Zacharias in seiner vollen Männlichkeit, der viel jünger als jener, den ich schon bei der Geburt des Johannes gesehen habe, scheint. Auch Elisabet ist eine reife Frau mit frischem Aussehen, die sich jedesmal, wenn Anna das Kind anschaut, entzückt über das schlafende Gesichtchen neigt.

Auch sie ist sehr schön in ihrem blauen, fast dunkelvioletten Gewand, mit dem Schleier, der ihr das Haupt bedeckt und über die Schultern und den Mantel, der noch dunkler ist als das Kleid, herabwallt. Joachim und Anna aber sind feierlich in ihren Festkleidern.

Gegen seine Gewohnheit trägt er nicht die kastanienbraune Tunika, sondern ein langes, dunkelrotes Gewand. Die Fransen an seinem Mantel sind neu und schön. Auf dem Haupt hat auch er eine Art von rechteckigem Schleier, der gehalten wird durch einen Lederreifen. Alles ist neu und fein. Sie hat ein hellgelbes Kleid an, das an die Farbe alten Elfenbeins erinnert: Ihr Kopf ist in einen leichten damastartigen Schleier gehüllt, der an der Stirn von einem feinen, aber kostbaren Metallplättchen festgehalten wird.

Sie sieht aus wie eine Königin, auch wegen der Würde, mit der sie das Kleid und besonders den goldfarbenen Mantel mit seinen sehr schön gestickten vielfarbigen Borten trägt. Und ich wollte für diese Zeremonie das gleiche Kleid tragen.

Ich habe es immer dafür aufbewahrt. Ich werde nun immer glücklicher sein als zuvor. Aus mir konnte ich nichts mehr. Deswegen gehört sie ihm. Wir sind nur ihre glücklichen Hüter. Und dafür sei er gebenedeit! Zu jeder Etage gelangt man mittels breiter Treppen, und auf jeder von ihnen befinden sich Höfe, Hallen und schön verzierte Tore aus Marmor, Bronze und Gold. Bevor sie zum festgelegten Ort gelangen, halten sie kurz an, um die mitgebrachten Dinge von ihren Hüllen zu befreien: Gewisse Geldstücke sind sehr schwer; aber glücklicherweise gab es damals noch keine Taschen; sie hätten ihnen den Boden ausgerissen.

Sieh, da ist die schöne Pforte des Nikanor, voller Schnörkelwerk in schwerer Bronze und mit Silberplatten. Dort steht schon Zacharias an der Seite eines Priesters, würdevoll in seinem Linnengewande. Anna wird mit Wasser, offenbar Weihwasser, besprengt und aufgefordert, sich dem Opferaltar zu nähern.

Das Kindlein ist nicht mehr auf ihren Armen. Elisabet hat es genommen; sie bleibt vor der Pforte zurück. Joachim hingegen tritt hinter seiner Gemahlin ein: Nun ist Anna gereinigt. Sein Segen sei mit ihr und mit euch. Sieh, da kommt Hanna. Sie wird eine ihrer Lehrerinnen sein. Diese Kleine ist dem Tempel als Lobopfer geweiht worden. Du wirst ihre Lehrerin sein, und sie wird unter deiner Führung heilig heranwachsen. Die Zeremonie scheint beendet zu sein.

Ich habe keinen besonderen Ritus bei der Opferung Marias gesehen. Sie treten nicht in den eigentlichen Tempel ein; da sie Frauen sind und es sich um ein Mädchen handelt, gehen sie natürlich auch nicht dorthin, wo Maria ihren Sohn darbrachte.

Sie wird mir teuer sein, als wäre sie mein eigenes. Ich verspreche es dir, Mutter. Ich werde auch dabei sein. Ich höre Joachim sagen: Später wird der Sohn des reinsten Kindes sagen: Sie ist das vollkommene Kind mit dem einfachen und reinen Herzen einer Taube.

Sie haben die Jahre der Berührung mit der Welt nicht in die Barbarei eines verdorbenen, verschlagenen, lügenhaften Geistes verwildern lassen. Weil sie es nicht will. Kommt zu mir, indem ihr Maria folgt.

Du, die du sie siehst, sage mir: Es sind die Augen, die mit Liebe zu Gott aufschauen. Ob sie nun weinen oder lachen, es sind die Augen, die aus Liebe zu Gott liebkosen und verzeihen und alles ertragen. Durch die Liebe zu ihrem Gott sind sie unangreifbar geworden für die Angriffe des Bösen, der sich sooft der Augen bedient, um ins Herz einzudringen. Das ist der reine, ruhige, segnende Blick der reinen, heiligen, in Gott verliebten Menschen.

Wenn das Auge rein ist, wird dein ganzer Körper erleuchtet sein. Denn wie Maria haben sie ihr ganzes Leben hindurch auf Gott geschaut und mehr noch: Ich werde dir erklären, kleine Stimme, welchen Sinn diese Worte haben.

Wer hat sie dir gesagt? Seit gestern abend sehe ich sie so: Das Kornfeld ist nur mehr ein Stoppelfeld, auf dem sich die Flämmchen der Mohnblumen wiegen, während sich die Kornblumen steif und frei aufrichten, strahlend wie die Sterne in einem Blau, das dem des orientalischen Himmels ähnelt.

Aus der schattigen Laube kommt eine ganz kleine, aber schon flinke und selbständige Maria. Es ist durch himmelblaue Schnürchen aufgekrempelt am Hals und an den kurzen Ärmeln, die die rosigen und molligen Vorderärmchen sehen lassen. Mit ihrem seidiges Haar, das honigblond leuchtet, nicht dicht ist, aber sanfte Wellen hat, die in Löckchen enden; mit ihren himmelblauen Augen und dem lieblichen, leicht geröteten, lächelnden Antlitz gleicht sie einem kleinen Engel.

Auch der zarte Wind, der in ihre weiten Ärmel greift und das Linnen ihres Kleidchens an den Schultern bläht, trägt dazu bei, ihr das Aussehen eines Engelchens mit schon zum Flug geöffneten Flügeln zu verleihen. In ihren Händchen hat sie Mohn- und Kornblumen und andere Blümchen, die zwischen dem Korne wachsen, deren Namen ich aber nicht kenne.

Die Mutter hat ihre Arbeit beiseitegelegt, damit sich das Kind nicht steche. Sie hat ihm die Arme entgegengestreckt, um es zu umarmen. Dann erhebt das Täubchen sein Köpfchen und gibt ihr Blumen. Alle gibt sie der Mutter und zu jeder Blume erzählt sie eine Geschichte, die sie sich selbst erdacht hat: Sie sind aus dem Saum des heroischen Königsgewandes entsprungen, das zerrissen ward im Kampf für den Herrn [2 Sam 5—8].

Ich will immer wie diese Blume sein, und wie der weise König will ich singen das ganze Leben und beten vor dem Zelt. Aber vielleicht ist es einer, der sie mir sagt und den ich nicht sehe. Vielleicht einer der Engel, die Gott schickt, um mit den Menschen zu reden, die gut sind. Mama, erzählst du mir noch mehr davon? Von was soll ich dir erzählen?

Man sollte sie malen, um den Ausdruck festzuhalten. In den kindlichen Geschichten spiegeln sich die Schatten ihrer Gedanken wieder: Und nun hört sie mit geschlossenen Augen zu und wiederholt leise die Worte der Mutter, um sie besser behalten zu können. Nachdem Anna ihre Erzählung beendet hat, fragt sie: Dann werde ich im Tempel sein. Sage mir, wenn ich beten würde, viel, sehr viel, Tag und Nacht, Nacht und Tag, und wenn ich ganz Gottes sein wollte, das ganze Leben lang, würde mir der Ewige dann die Gnade schenken und den Messias seinem Volk schneller geben?

Das will besagen, keinen Gedanken haben, der sich nicht auf Gott bezieht. Das will besagen, Kind im Fleisch bleiben und Engel im Herzen. Aber dann wirst du nie Kindlein haben, du, die du die Kinder so liebst, und die Lämmlein und die Täubchen. Ich will Gottes sein. Im Tempel werde ich beten, und dann werde ich vielleicht eines Tages Immanuel sehen.

Ich werde ihre Gefährtin sein. Wenn ich sie nur erkennen könnte im Licht Gottes, ich würde ihr dienen, der Glücklichen! Dann würde sie mir ihren Sohn bringen, und ich würde ihm dienen. Mit den auf der Brust gekreuzten Armen, dem ein wenig vorgebeugten Köpfchen und vor Aufregung entzückt, wie sie ist, scheint sie eine kindliche Nachbildung der Annunziata, die ich einmal in ihrem Heiligtum in Florenz gesehen habe. Sagt der König Salomon nicht: Du siehst, im Palast des Königs werden zahllose Jungfrauen und Mädchen sein, die ihrem Herrn dienen werden.

Sage mir, Mama, kann man Sünderin sein aus Liebe zu Gott? Ich verstehe dich nicht. Man rettet den, der verloren ist, nicht wahr? Ich möchte gerettet werden vom Erlöser, um seinem Blick der Liebe zu begegnen.

Wie kann er mich retten, wenn ich nicht verlorengehe? Da kommt ihr Joachim zu Hilfe, der, auf dem Gras schreitend, sich geräuschlos hinter dem Zaun der niederen Weinreben genähert hatte.

Ich bringe dir hier dieses Spätzlein. Es kam bei seinem ersten Flug zum Quellbrunnen. Es wäre in die Quelle gefallen. Ich habe nicht gewartet, bis es soweit kam. Ich habe es genommen und gebe es dir. Tu damit, was du willst! So ist es gerettet worden, bevor es in der Gefahr umgekommen ist. Dasselbe hat Gott mit dir getan. Jetzt sage mir, Maria: Habe ich das Vöglein mehr geliebt, indem ich es jetzt gerettet habe, oder hätte ich es mehr geliebt, wenn ich es später gerettet hätte.

Schönes Spätzlein, ich bin wie du. Der Herr hat uns in gleicher Weise geliebt; er gab uns das Heil. Jetzt werde ich dich aufziehen, und dann lasse ich dich fliegen. Und du wirst im Wald und ich im Tempel das Lob des Herrn singen, und wir werden sagen: Wann wirst du mich in den Tempel führen? Aber schmerzt es dich nicht, deinen Vater zu verlassen?

Aber du wirst kommen. Wenn es mir nicht Schmerz bereiten würde, wäre es dann noch ein Opfer? Nach dem Gebet für Immanuel werde ich für euch beten. Möge Gott euch Freude und ein langes Leben schenken. Das ist eine Übertreibung! Intelligenz haben nicht alle in derselben Weise und zur selben Zeit. Die Kirche hat die Verantwortungsfähigkeit auf das 7. Aber es gibt auch Kinder, die schon viel früher fähig sind zu unterscheiden, zu verstehen und zu wollen, und das mit einer genügend ausgebildeten Vernunft.

Ich habe nur vier Namen genannt, unter Tausenden heiliger Kinder, die mein Paradies bevölkern, nachdem sie auf Erden über kürzere oder längere Jahre wie Erwachsene geurteilt haben. Was ist der Verstand? Der Verstand ist ja eines der Dinge, die euch Gott, dem intelligenten und denkenden Geist, ähnlich machen. Vernunft und Intelligenz waren Gaben, die den Menschen im irdischen Paradies gegeben wurden; und wie waren sie lebendig, als die Gnade noch unberührt und wirksam im Geiste der beiden ersten Menschen vorhanden war!

Im Buch des Jesus Sirach steht geschrieben: Welche Weisheit hätten die Menschen daher besessen, wenn sie Kinder Gottes geblieben wären? Durch den Verlust der Gnade habt ihr euch in den Jahrhunderten von der Weisheit entfernt.

Dann ist Christus gekommen und hat euch die Gnade, das schönste Geschenk der Liebe Gottes, zurückgebracht. Versteht ihr, dieses Juwel klar und rein zu erhalten? Wenn ihr es nicht zersplittert mit eurem persönlichen Willen zur Sünde, beschmutzt ihr es durch beständige kleine Fehler, Schwächen und Neigungen zum Laster. Auch durch Sympathien, die, wenn sie auch eigentlich nicht mit den sieben Hauptlastern verbunden sind, doch eine Schwächung des Lichtes und der Wirksamkeit der Gnade bedeuten.

Wird Jesus also nicht die Weisheit auf die Lippen der Mutter gelegt haben? Das Wunder liegt nicht in der höheren Intelligenz, die Maria im kindlichen Alter an den Tag legte, wie später auch ich. Das Wunder liegt in dem Verbergen einer unendlichen Weisheit, in den Einschränkungen, die verhindern sollten, die Menschen zu sehr in Staunen zu versetzen und die Aufmerksamkeit Satans auf sie zu lenken.

Ich werde darüber noch sprechen. Während es aber bei Anna nicht über den Gürtel hinausreichte, wallt es bei der noch ganz jungen, kleinen Maria fast bis zum Boden und hüllt sie in ein leichtes, leuchtendes Wölkchen von seltener Lieblichkeit. Ihr blondes Haar, das über die Schulter, oder richtiger, über den feinen Nacken lose herabfällt, leuchtet an den Stellen durch, wo keine Damastverzierungen im Schleier sind.

Der Schleier ist an der Stirn festgehalten von einem hellblauen Band, auf dem offenbar von der Mutter kleine silberne Lilien aufgestickt worden sind. Die Händchen, die aus den langen Ärmeln hervorragen, gleichen zwei Blütenblättchen der Magnolie.

Abgesehen von der himmelblauen Gürtelbinde ist keine andere Farbe sichtbar. Maria ist wie in Schnee gekleidet. Joachim trägt dasselbe Kleid wie am Tag von Annas Reinigung; sie hingegen ist ganz in Violett gekleidet. Zwei arme Mutteraugen, rot vom Weinen, die nicht weinen wollen und vor allem nicht weinend gesehen werden möchten, und denen es doch nicht möglich ist, nicht zu weinen unter dem Schutz des Mantels.

Er geht sehr gebeugt unter seinem Kopftuch, das er wie einen Turban zusammengebunden hat und dessen Seitenflügel rechts und links von seinem Gesicht herabhängen. Er ist jetzt ein Greis, Joachim.

Sein Gesicht scheint das Gesicht eines Kranken zu sein, nicht nur das eines Alten, so müde und traurig ist es mit dem leicht zitternden Mund zwischen den beiden Falten, die heute seitlich der Nase so ausgeprägt sind. Die beiden versuchen, ihr Weinen zu verbergen. Aber wenn es ihnen auch bei vielen gelingt, bei Maria, die wegen ihrer kleinen Gestalt von unten nach oben blickt, gelingt es ihnen nicht; das kleine Haupt erhebend, sieht sie abwechselnd auf Vater und Mutter, die sich bemühen, ihr mit zitterndem Mund zuzulächeln.

Jedesmal, wenn ihr Töchterlein sie anschaut und lächelt, drücken sie ihr das kleine Händchen. Es scheint, als wollten sie so langsam wie möglich ihres Weges dahinziehen.

Und das Ziel ist jetzt schon nahe. Anna seufzt und umklammert das Händchen Marias stärker. Es ist Elisabet, die offenbar auf sie gewartet hat. Sie geht auf sie zu und drückt sie an ihr Herz. Und da sie Anna weinen sieht, sagt sie zu ihr: Dann gehen wir zusammen weiter.

Auch Zacharias ist dort. Die Hausfrau, sicher eine Freundin Elisabets, Anna aber fremd, zieht sich höflich zurück, um die Neuankömmlinge allein zu lassen. Ach, wenn du es mitfühlen könntest! Maria wird beten für den Frieden ihrer Mama, nicht wahr? Sie wird nicht müde, es zu küssen.

Wir möchten es auch nicht, denn wir wollen Gott treu bleiben. Aber wir leiden darunter; Zacharias, Priester des Herrn, verstehe uns und erzürne nicht über uns! In diesem Augenblick ist sie die einzige Lilie des heiligen Stammes Davids im Tempel; und sie wird behütet wie eine königliche Perle. Und da die Zeiten dem Ende entgegeneilen, sollten die Mütter des Stammes darauf achten, ihre Töchter dem Tempel zu weihen, denn aus einer Jungfrau des Stammes Davids wird der Messias hervorgehen, auch wenn auf Grund des Glaubensschwundes viele Plätze der Jungfrauen leer sind.

Dann fährt er fort: Ich bin Priester, und ich habe dort auch eine gewisse Macht. Ich werde sie für diesen Engel verwenden. Und Elisabet wird sie oft besuchen. Um sie noch mehr aufzumuntern, fragt Elisabet: Oder hast du einen neuen gewoben? Ich weihe ihn zusammen mit ihr dem Herrn. Ich habe keine guten Augen mehr. Und auch die Reichtümer sind sehr geschwunden, der Steuern und der Unglücksfälle wegen.

Ich habe nur für eine gute Aussteuer für ihren Aufenthalt im Haus Gottes gesorgt und für später. Nie fühlte ich mich so alt wie unter diesem Schmerz. Die letzten Kräfte meines Lebens habe ich dieser Blume gewidmet, um sie tragen und ernähren zu können, und jetzt. Ich will darauf achten, für meinen Mann zu leben. Aber er hat es gehört und seufzt schwer mit vor Tränen glänzenden Augen. Alle erheben sich, um die Mäntel anzuziehen und zu gehen. Bevor sie aber hinausgehen, kniet Maria auf der Schwelle nieder und fleht mit ausgebreiteten Armen, wie ein kleiner Kerub: Aber ihre kleinen Lippen zittern und die von einem inneren Schluchzen bebende Stimme gleicht mehr denn je dem bangen Klagen der Turteltaube.

Das Gesichtchen ist bleicher; das Auge hat den Ausdruck der ergebenen Angst, die ich noch viel stärker auf dem Kalvarienberg sah, wo man sie nicht mehr ansehen konnte, ohne tief darunter zu leiden. Die Eltern segnen und küssen sie. Sie können es nicht genug tun. Elisabet weint still, und Zacharias ist, obwohl er es nicht zeigen will, gerührt. Sieh, schon sind sie innerhalb der Tempelmauern. Jede Kuppel, gewölbt wie eine riesige, halbe Orange, blitzt in der Sonne, die jetzt am Mittag senkrecht auf den weiten Vorhof fällt, der das feierliche Gebäude umgibt.

Auch der weite Platz und die breite Treppe, die zum Tempel führt, sind mit Licht erfüllt. Nur die Säulenhalle, die der Fassade entlang der breiten Treppe gegenüberliegt, liegt im Schatten, und die hohe Pforte aus Bronze und Gold erscheint noch dunkler und feierlicher bei soviel Licht. Maria leuchtet stärker als Schnee in dieser hellen Sonne. Elisabet befindet sich auf der Seite Annas, ein wenig hinter ihr.

Ein silberner Trompetenklang und die Pforte dreht sich in den bronzenen Angeln. Das Innere zeigt sich mit seinen Lampen im Hintergrund, und ein festlicher Zug kommt auf den Ausgang zu. Nun ist der Zug auf der Schwelle, angeführt vom Hohenpriester. Ein würdevoller Greis, gekleidet in feinste Leinwand, darüber eine kürzere Tunika, ebenfalls aus Leinwand, und über dieser eine Art Priestergewand, ein Mittelding zwischen dem Priestergewand und jenem eines Diakons, sehr farbenreich: Zwei echte Juwelen glänzen noch viel lebhafter auf den Schultern des Hohenpriesters; vielleicht sind es Schnallen in einer kostbaren Fassung.

Auf der Brust ein breites Schild mit strahlenden Edelsteinen, das an einer goldenen Kette hängt. Quasten und Verzierungen leuchten unten an der kurzen Tunika, und Gold glänzt auf der Stirn über der Kopfbedeckung, die mich an die der orthodoxen Priester erinnert, deren Mitra kuppelförmig ist und nicht spitz wie die der Katholiken.

Die anderen warten, einen Halbkreis bildend, vor der Pforte im Schatten des Säulenganges. Der Hohepriester schaut auf die Kleine und lächelt. Er erhebt die Arme zum Himmel, um zu beten. Alle neigen ihr Haupt, wie überwältigt von der priesterlichen Majestät, die mit der ewigen Majestät in Verbindung steht. Er macht Maria einen Wink.

Sie löst sich von Mutter und Vater wie verzückt und steigt empor und lächelt. Sie lächelt im Schatten des Tempels, dort, wo der kostbare Vorhang herabwallt. Das Opfer ist angenommen worden. Hatte der Tempel je eine reinere Opfergabe gesehen? Maria tritt ein, der Schatten verschlingt sie, und die Gruppen der Jungfrauen und der Meisterinnen, dann auch die der Leviten, verdecken sie immer mehr und trennen sie.

Jetzt drehen sich auch die Pfortenflügel in ihren harmonischen Angeln. Ein immer enger werdender Spalt erlaubt, den festlichen Zug noch zu sehen; jetzt ist es nur noch ein Faden, jetzt nichts mehr. Das Tor ist geschlossen. Auf den letzten Akkord der klangvollen Angeln antwortet ein Schluchzen der beiden betagten Eltern und ein einziger Ruf: Aber er sprach im Namen Gottes, und daher war seine Anweisung heilig. Sie konnte sich das nicht vorstellen.

Sofort erhob sie ihr unschuldiges Herz zu Gott und flehte ihn an: Dann wird sie auch ihre erhabene Sendung begreifen. Jetzt ist sie nichts weiter als ein Kind, das im heiligen Frieden des Tempels immer mehr ihr Reden, ihre Gefühle und ihre Erinnerungen mit Gott verbindet. Das ist für alle. Und dir, kleine Maria Valtorta, hat der Meister dir nichts Persönliches zu sagen? Maria hat ihn gekannt von der ersten Stunde ihres Lebens an. Vollkommen sein, wie sie es war, bedeutete auch, eine vollkommene Empfindsamkeit besitzen.

Gott ist mit dir! Aber ist nicht gesagt worden: Wer sie liebt, liebt das Leben, und wer vor ihr wacht, erfreut sich ihres Friedens. Wer sie besitzt, der wird das Leben erben. Wer ihr dient, wird dem Heiligen gehorchen, und wer sie liebt, wird von Gott sehr geliebt.

Wer an sie glaubt, wird sie zur Erbschaft haben, und sie wird seiner Nachkommenschaft sicher sein. Dann aber wird sie ihm Beständigkeit geben; sie wird sich ihm wieder zuwenden, ihn geradeaus führen und ihm Zufriedenheit geben. Sie wird ihm ihre Geheimnisse aufdecken, wird in ihn die Schätze ihres Wissens und ihrer Einsicht in die Gerechtigkeit legen.

Ja, all das ist schon gesagt worden. Die Bücher der Weisheit gelten für alle Menschen, da sie in ihnen einen Spiegel ihrer Lebensführung und einen Führer haben. Glücklich aber sind jene, die unter die geistigen Liebhaber der Weisheit gezählt werden können. Ich habe mich in meiner irdischen Verwandtschaft mit Weisen umgeben. Anna, Joachim, Josef, Zacharias und noch mehr Elisabet und der Täufer, waren sie nicht wirklich weise?

Ich will nicht von meiner Mutter sprechen, in der die Weisheit sich niedergelassen hatte. Die heilige Gottesfurcht ist die Wurzel des Baumes der Weisheit, der seine Zweige ausstreckt, um mit seinem Gipfel die stille Liebe in ihrem Frieden zu erreichen, die friedliche Liebe in ihrer Sicherheit, die sichere Liebe in ihrer Treue, die treue Liebe in ihrer Glut, die vollkommene, hochherzige, tätige Liebe der Heiligen.

Aber dasselbe besagt auch mein Wort: Denn da ist nicht die Rede vom armen Leben dieser Erde, sondern von dem ewigen; nicht von den Freuden einer Stunde, sondern von den unsterblichen. Joachim und Anna haben sie in diesem Sinn geliebt. Und sie war mit ihnen in ihren Prüfungen. Oh, wie viele von euch möchten, ohne von Grund auf böse zu sein, nie weinen und leiden müssen!

Wieviel aber hatten diese Gerechten zu leiden, die es verdienten, Maria als Tochter zu besitzen! In diesen Erinnerungen sollten sie die Stunde Gottes abwarten.

So viele Rückschläge in der schwachen Burg ihres bescheidenen Wohlstandes. Damit noch nicht genug: Und wie wird sie es vorfinden, wenn es jahrelang unbebaut geblieben ist, verschlossen in Erwartung ihres Kommens? Befürchtungen, Ängste, Prüfungen und Versuchungen. Aber Treue, Treue, immer Treue Gott gegenüber. Aber die Kinder gehören noch vor den Eltern Gott. Und jedes Kind kann sagen: Was bleibt dem kranken Joachim und seiner leidenden Gattin als Lichtstrahl an den langen und stillen Abenden, in denen sie den nahen Tod fühlen?

So entsprach er ihrem heiligen Leben. Wegen ihrer Heiligkeit hatte Anna keine Geburtswehen ertragen müssen und stattdessen die von ekstatischem Glück begleitete Geburt der Makellosen erlebt.

Für beide gab es keine Agonie, nur eine Mattigkeit, die erlosch, wie ein Stern sanft erlöscht, wenn die Sonne in der Morgenröte aufgeht. Und wenn sie auch nicht den Trost hatten, mich, die fleischgewordene Weisheit, zu besitzen wie Josef, so war ich doch bei ihnen und sagte ihnen, gebeugt über ihre Kissen, erhabene Worte, um sie in Frieden einschlafen zu lassen in der Erwartung des Triumphes.

Da höre ich jemanden fragen: Sie betete für die von ihr getrennten Eltern, die bei ihr nach Gott, dem höchsten Gut, kamen; sie liebte sie, wie es das Gesetz und auch das unendliche Herz verlangen, jedoch mit einer übernatürlich vollkommenen Liebe.

Auch die Haare fallen nicht mehr mit ihren Locken aufgelöst über den Hals herab; sie sind in zwei schwere Zöpfe von blassem Gold geflochten und wie mit Silber gemischt, so hell sind sie; sie bedecken die Schultern und reichen bis zu den Hüften. Der Blick ist nachdenklicher und reifer geworden, obgleich das Gesicht noch immer kindliche Züge aufweist.

Durch das weit geöffnete Fenster ist das mächtige zentrale Gebäude des Tempels sichtbar mit allen Treppen, den Höfen und den Säulengängen; dann die Umfassungsmauern und jenseits die Stadt mit ihren Gassen, Häusern und Gärten, und im Hintergrund der grüne Gipfel des Ölberges. Sie näht und singt mit leiser Stimme. Seit meiner Kindheit weicht es nicht von mir, und es geleitet mich sanft, voller Liebe. Im Grund des Herzens tönt ein Gesang. Woher mag er wohl kommen? Von dort, wo der Heilige wohnt.

Du lebst jetzt in mir, doch hinter den Schleiern sehe ich das Antlitz des Vaters. Wann gibst du deiner Magd die Ehre, die demütige Magd des Erlösers zu sein? Sende uns, sende uns vom Himmel den Messias!

Heiliger Vater, nimm das Opfer Marias an! Ihr Antlitz ist ganz Licht. Hoch aufgerichtet zum klaren Blau eines schönen Sommerhimmels scheint sie die ganze Lichtfülle einzuatmen und wieder auszustrahlen. Erstaunt oder wenigstens voller Bewunderung über die Haltung und den Anblick Marias bleibt sie stehen. Hast du nie das Gefühl, genug gebetet zu haben? Hanna, du kannst nicht wissen, wie nahe ich mich ihm fühle. Gott möge mir solchen Übermut verzeihen. Aber ich fühle mich nicht allein.

Siehst du, dort in jenem Haus von Gold und von Schnee, hinter dem doppelten Vorhang, befindet sich der Heilige der Heiligen. Nie vermag ein Auge, abgesehen von dem des Hohenpriesters, auf den Sühnealtar zu blicken, auf dem die Herrlichkeit des Herrn ruht. Aber ich brauche diesen doppelten Vorhang, der sich bewegt beim Gesang der Jungfrauen und Leviten und duftet von kostbarem Weihrauch, nicht mit ehrfurchtsvoller Seele anzuschauen, wie um das doppelte Gefüge zu durchbohren und das Zeugnis des Bundes durchleuchten zu lassen.

Ja, ich schaue ihn an. Ich schaue ihn an, und es gibt keinen Knecht im Volk Gottes, der das Haus Gottes, seines Herrn, demütiger anschaut, als ich es tue, die ich überzeugt bin, die Geringste von allen zu sein. Aber was sehe ich? Was stelle ich mir vor hinter dem Vorhang? Und was hinter ihm? Wenn ich mir aber ins Herz blicke, da sehe ich Gott leuchten in seiner Herrlichkeit der Liebe, und er sagt zu mir: Ich bin mitten unter euch, meine teuren Lehrmeisterinnen und Gefährtinnen.

Aber ein Kreis von Flammen sondert mich von euch ab. In dem Kreis befinden sich Gott und ich. Und ich sehe euch durch das Feuer Gottes, und so liebe ich euch.

Aber ich kann euch nicht dem Fleisch nach lieben und nie werde ich jemanden dem Fleisch nach lieben. Meine einzige Liebe ist Er, der mich liebt, und zwar dem Geiste nach. Ich kenne mein Los. Ich will dem Gesetz gehorchen; ich gehorche aber auch der Stimme, die mir sagt: Wie werde ich es machen können?

Ich habe keinen Vater und keine Mutter mehr. Es verbrannte, und ich erlitt einen tiefen Schmerz. Jetzt habe ich nichts mehr als Gott. Ihm gehorche ich daher blindlings. Die Eltern wollen ihre Kinder auf ihre Weise zum Glück führen. Ich hätte auf Kleider und Mantel verzichtet, um der Stimme zu folgen, die mir sagt: Aber jetzt hat mich sein Wille auch von diesen Banden der Kindesliebe gelöst. Meine Eltern waren zwei Gerechte, und Gott sprach sicher in ihnen, wie er in mir spricht. Sie waren der Gerechtigkeit und der Wahrheit gefolgt.

Wenn ich an sie denke, stelle ich sie mir in der Ruhe der Erwartung unter den Patriarchen vor, und ich beschleunige mit meinem Opfer die Ankunft des Messias, um ihnen die Pforten des Himmels zu öffnen. Auf Erden bin ich es, die mich lenkt, oder vielmehr, es ist Gott, der seine arme Dienerin lenkt und ihr seine Gebote vorschreibt; und ich erfülle sie, denn sie zu erfüllen ist eine Freude. Wenn die Stunde kommt, werde ich meinem Bräutigam mein Geheimnis mitteilen.

Du wirst die Liebe eines Menschen, das Gesetz und das Leben gegen dich haben. Gott wird das Herz des Bräutigams dem Licht öffnen. Hanna, nenne mich nicht eine Gotteslästerin. Von wem, fragst du, da es göttlich ist? Von dem einzigen, der es ändern kann: Die Zeit ist nahe, näher als ihr denkt, ich sage es euch.

Abgekürzt werden die siebzig Wochen durch die Gebete der Gerechten. Verändert sich so die Zahl der Jahre? Ich werde den Mühlstein drehen und die Presse; als Sklavin mich an die Mühle stellen; deine Herde will ich hüten und die Windeln deines Kindes waschen; setze mich in deine Küche, stelle mich an deinen Ofen.

Damit ich ihn sehe! Ich würde es wie ein Säcklein voller Perlen an mein Herz drücken und es küssen, um den Wohlgeruch der Hände des Gesalbten zu spüren, und ich hätte keinen Hunger und keine Kälte mehr; denn diese Berührung würde mir Verzückung und Wärme, Verzückung und Speise sein.

Willst du deshalb Jungfrau bleiben? Ich bin Elend und Staub. Ich wage nicht, den Blick zur Herrlichkeit Gottes zu erheben. Dem von Gott und einer Jungfrau geborenen, dem Heiligsten, kann nichts anderes gefallen als das, was er im Himmel zur Mutter erwählt hat und was ihm auf Erden vom himmlischen Vater spricht: Wenn das Gesetz dies betrachten würde, wenn die Rabbis, die es mit all den Spitzfindigkeiten ihrer Lehren versehen haben, ihren Sinn auf höhere Horizonte hinwenden würden, wenn sie sich eintauchen würden in das Übernatürliche, ohne das Menschliche und den eigenen Vorteil zu suchen, worüber sie das höchste Ziel vergessen.

Aus den tausend und tausend Wunden, die Jesaja am Mann der Schmerzen sah! Möge es nicht hinfallen, wo es Entheiligung und Gotteslästerung vorfindet, dieses göttliche Blut, sondern in Kelche von leuchtender Reinheit, die es aufnehmen und sammeln, um es dann über seelisch Kranke zu sprengen, über die Aussätzigen im Geiste und die für Gott Gestorbenen! Gebt Lilien, gebt Lilien für das heilige Fieber des Märtyrers! Wo wird die Lilie sein, die dich trägt? Die deinen Durst stillen wird? Wo ist jener, den dein Blut röten und der sterben wird, indem er dich sterben sieht?

Wo ist der, der weint über deinem blutentleerten Leib? Auch Hanna schweigt und sagt dann mit der reinen Stimme der bewegten Greisin: Du bist die Meisterin, und ich bin ein armes Nichts. Aber diese Stimme steigt mir aus dem Herzen empor. Ich überwache sie gut, um nicht zu sprechen.

Die geheimnisvollen Worte sollten verborgen bleiben in der geheimen Lade des Herzens, die Gott in seiner Güte beschenkte.

Hanna verzeihe mir, deiner kleinen Magd! Aber die alte Meisterin erregt kein Lachen; vielmehr bewirkt ihr Weinen höchste Verehrung. Maria liegt in ihren Armen, das Gesichtchen an die Brust der greisen Meisterin gelehnt, und alles endet so. Sie träumte von Gott; sie glaubte zu träumen. Sie tat nichts anderes, als wiederzusehen, was ihr Geist im Glanz des Himmels Gottes geschaut hatte, da sie erschaffen wurde, um mit dem auf der Erde empfangenen Leib vereinigt zu werden.

Der Mensch ist nach dem Bild Gottes erschaffen worden. Eine der Ähnlichkeiten besteht in der Fähigkeit des von der Gnade erfüllten Geistes, sich zu erinnern, zu sehen und vorauszusehen. Das erklärt die Fähigkeit, in der Zukunft zu lesen: Aber denkt einmal nach! Denn das Geschöpf könnte den Schöpfer nicht umfassen.

Aber dieser Teil ist vollkommen und vollständig in seiner Kleinheit. Die Schuld hat sie verringert, aber mein Opfer vervollständigt sie wieder und öffnet euch ihrem Leuchten, ihrem Strömen und ihrem Wissen. Erhabenheit des menschlichen Geistes, der durch die Gnade mit Gott verbunden ist.

Er ist teilhaftig der Fähigkeit Gottes, zu erkennen. Es gibt keinen andren Weg. Das sollen alle bedenken, die übernatürliche Geheimnisse begreifen möchten.

Jede Erkenntnis, die nicht aus einer von der Gnade erfüllten Seele kommt — der aber ist nicht in der Gnade, der gegen das Gesetz Gottes handelt, das klar in seinen Geboten ist — kann nur von Satan kommen und entspricht schwerlich der Wahrheit, auch wenn sie Menschliches zum Gegenstand hat.

Nie entspricht sie der Wahrheit, wenn es um Übermenschliches geht; denn der Dämon ist der Vater der Lüge und zieht euch mit auf den Pfad der Lüge. Es gibt keinen andren Weg, das Wahre zu erkennen, als den von Gott stammenden, der redet und spricht oder uns etwas ins Gedächtnis ruft, wie ein Vater dem Sohn sein Vaterhaus ins Gedächtnis ruft und sagt: Aber, um den Heiligen Geist zu besitzen, bedarf man der Gnade! Um die Wahrheit und das Wissen zu besitzen, bedarf es der Gnade. Um den Vater mit sich zu haben, ist Gnade erforderlich.

Das Zelt, in dem die drei Personen wohnen, ist der Ort der Versöhnung, an dem der Ewige ruht und nicht aus einer Wolke spricht, sondern dem getreuen Sohn sein Antlitz enthüllt. Die Heiligen die Gerechten erinnern sich Gottes und der Worte, die sie gehört haben vom Schöpfergeist und die die göttliche Liebe in ihrem Herzen erweckt, um sie wie Adler zur Betrachtung des Wahren und zur Erkenntnis der Zeit zu erheben.

Maria war die Gnadenvolle. Die ganze Gnade des Dreieinigen war in ihr. Wahre Arche des Wortes Gottes, schaut sie hinein in ihr in Ewigkeit unverletztes Innere, entdeckt sie, geschrieben vom Finger Gottes auf ihr unbeflecktes Herz, die Worte des ewigen Wissens und erinnert sich wie alle Heiligen, sie bereits in ihrem unsterblichen Geist gehört zu haben beim Geborenwerden, von Gott, dem Vater und Schöpfer allen Lebens.

Es schien wirklich, als wären die Teufel auf die Erde gekommen. Heute morgen, zurückgekehrt in das Schweigen meines Zimmers, erlebe ich die folgende Szene:

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